Im Mini auf Sternenreise
Bremen (rab) . Einen Mini tragen
brauchen die weiblichen
"Raumschiff Enterprise"- Fans aus
Bremen nicht, wenn sie demnächst
mit ihren männlichen Kollegen aus
der Hansestadt im Mini auf
intergalaktische Reise gehen.
Möglich macht´s der "STAR TREK
MINI CLUB BREMEN" (STMC BREMEN),
der jüngst unter großem Interesse
der Öffentlichkeit in der
Weserstadt aus der Taufe gehoben
wurde.

Die Atmosphäre in dem bekannten
Restaurant in der Bremer
Innenstadt ist gespannt und doch
gelöst. Erwartungsvoll blicken die
sechs "Star Trek"-Fans zur Mitte
des Tisches, an dem sie sich
versammelt haben. Denn dort steht
der nagelneue Wimpel mit der
Aufschrift "USS ROLAND - STMC
BREMEN", dem Namen ihres Fanclubs,
dessen Gründung sie an diesem
Abend begehen wollen.

Die Größe des Augenblicks zeichnet
sich in den Gesichtern von Sabine,
Frauke, Britta, Dörte, Bernd und
Michael ab, als sie ihre Gläser
erheben, um auf ihren nach dem
Bremer Wahrzeichen benannten Club
anzustoßen. Ein Trinkspruch darf
natürlich nicht fehlen, und so
benennt Bernd Frehsmann die bald
schriftlich zu fixierenden Ziele
des "USS ROLAND": " Wir wollen vor
allem die Message der Star Trek
Serie im Fandom verbreiten,
nämlich seinen Mitmenschen mit
Toleranz und Nächstenliebe zu
begegnen und überhaupt!" Sabine
unterbricht ihn: "Wir sind so
glücklich."

Ja, glücklich scheinen sie zu sein,
die Bremer Trekker. In Deutschland
sind sie sechs von vielen hundert
Enterprise-Anhängern, die in mehreren
Clubs ihrem Hobby frönen.
Doch so klein wie der wie der Bremer
Club ist kein anderer. Diesem
Sonderstatus sind sich die vier
Bremer Mädchen und zwei Jungen dann
auch durchaus bewußt: "Wenn wir mehr
Mitglieder hätten, könnten wir uns
ja nicht mehr "Mini-Club" nennen",
erklärt Michael, und fügt hinzu:
"Über das "Mini" sind wir sehr
glücklich."
Kennengelernt haben sich die sechs
Liebhaber des Aliens Mr. Spock,
sowie des smarten Raumschiff-
Captains Kirk erst vor kurzem. "
Ich rief Bernd an." sagt Sabine.
"Ich rief Michael an." ergänzt
Bernd. Ja, und auch Frauke, Britta
und Dörte wurden angerufen oder
riefen an, und so fanden sie
zusammen. Schon nach einem Treffen
wußten sie, daß sie etwas auf die
Beine stellen wollten. "Etwas
Neues, etwas Tolles, etwas Großes,
was das Fandom nachhaltig
beeinflußt.",sollte es
sein,erinnern sich die Bremer
Weltraumbegeisterten."Die Star Trek
Serie enthält so viele Botschaften,
soviel Sinn und Wissenswertes, daß
wir einfach nicht anders konnten,
als einen Club ins Leben zu rufen,
und so der Öffentlichkeit in
Norddeutschland klar zu machen:
Star Trek lives auch hier !"

Bernd, Dörte, Sabine,
Frauke,Michael und Britta wissen
sehr wohl, daß noch viel Arbeit auf
sie wartet, bis diese Absichten
verwirklicht sind. Zunächst gilt
es, eine Satzung für den Club zu
verabschieden. Wie schwierig allein
dies sein kann, zeigte sich schon
an diesem Abend, als der Vorschlag
von Bernd und Michael, als ersten
Satzungspunkt den weiblichen
Clubmitgliedern das Tragen von
Minis vorzuschreiben, auf
erheblichen Widerspruch stieß. Doch
alle sechs Raumschiff-Enthusiasten
aus der Weser Metropole sind guter
Dinge: "Wir sind so glücklich !"

Eine erste Clubproduktion soll es
schon bald geben. "Darin sollen
nicht nur die heren Ideale der
Enterprise-Serie ausreichend Platz
finden, wir wollen auch vieles zum
Schmunzeln und Lachen anbieten."
kündigt Michael an. "Genauer
gesagt: einige Seiten
konzentrierten Schwachsinn !"
ergänzt ihn Bernd. Und wer die
Bremer Trekkies so betrachtet, wie
sie an besagtem Tisch in besagtem
Bremer Restaurant sitzen und
besagten
Wimpel anschauen , der weiß genau :
DAZU SIND SIE FÄHIG!
von Michael Rabba
Naval Communication Chronicle NCC 16
1989/2